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BeitragVerfasst: Fr 30. Aug 2013, 07:07 
Hallo Leute,

ich hab mich mit meiner Dicken hier angemeldet weil ich Hilfe bei der Technik brauche.

Anfang diesen Jahres habe ich meine 12er Kenny Roberts aus Berlin gekauft. Der Vorbesitzer hatte sie desweilen längere Zeit auch mal mit wenig Sprit stehen lassen. Generell stand das Maschienchen immer draußen.

Vor ein paar Wochen habe ich mich dann dazu entschlossen den Tank und die Vergaser zu reinigen. Schließlich waren keine längeren Touren möglich, da ständig Dreck im Vergaser war und mir die Dicke ausgegangen ist. Ein Blick in den Tank empfahl mir nachdrücklich diesen ebenfalls neu beschichten zu lassen.

Gesagt getan!

Ich habe den Vergaser ausgebaut und den Tank hat ein Freund von mir innen gestrahlt und neu beschichtet.

Das krasse was ich gesehen hatte war, dass sich schon Teile der alten Tankbeschichtung gelöst hatten und die Schwimmkörper verklebt hatten!!! Klar, dass beim Anlassen die Dicke inkontinent wie die Sau war.

Ich habe den Vergaser also sauber gemacht und die Düsen mit Druckluft gereinigt. Vergaser wieder zusammengebaut und gestern eingebaut.

Nachdem ich den Tank drauf hatte und schon das erste mal geflucht hatte, weil der Benzinhahn fest war, konnte ich meine Kraftausdrücke gleich noch weiter ausweiten, da ich sah wie Sprit aus dem Vergasern lief!

Ich könnte echt kotzen.


Naja, jedenfalls wollte ich euch um euren Rat bitten:

1. Wer kennt einen guten Mechaniker in der Region Mansfeld-Südharz, der sich des Problems annehmen würde? Ich möchte nicht alleine den Vergaser auseinander bauen.
2. Stimmt ihr mir zu, dass die kompletten Dichtungen (und auch Membranen) des Vergasers gewechselt werden sollten? Wenn ja wo gibt es entsprechende Dichtungssätze?
3. Habt ihr noch weitere Tipps für mich?

Ich hoffe ja, dass ich die Dicke in dieser Saison noch mal ordentlich über den Kyffhäuser treiben kann...
Auf den Bildern seht ihr was ich an alter Tankbeschichtung aus den Vergaser rausgeholt habe. Echt üble Knete:)


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Danke und viele Grüße!


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BeitragVerfasst: Fr 30. Aug 2013, 08:57 
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Moin,

den Benzinhahn hast du also schon mal nicht bearbeitet.
Vergaser gereinigt, wie? Ultraschall?

So wie die Nadelventile aussehen, neu machen.

Hier gibt es Repsätze,
http://www.motorradbay.de/xjr1200-ky-0614nr-keyster_vergaser_saetze-yamaha-p-5300-3.html

oder du besorgst dir die Vergaser einer 1300 RP02

_________________
Ich repariere dir das....ne, ich kann das....ooooh,war das teuer?

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BeitragVerfasst: Fr 30. Aug 2013, 09:50 
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Hi,
ich fahre den Reparatursatz mit Schwimmernadelventil- und sitz (mit den kleinen Siebhäubchen auf dem Sitz) mitsamt aller Dichtungen und O-Ringe von XMAS1.at (inkl. Versand 84,-€ für 4er Satz) seit über einem Jahr und es ist alles okay und dicht. Meiner Meinung nach empfehlenswert.
Wenn Du nicht allzu ungeschickt bist, kannst Du die Vergaser selbst reinigen - mit Pressluft und z.B. Vergaserreinigungsspray. Bei mir hatte das bei ähnlichen Beschwerden gewirkt und die Maschine läuft wieder zuverlässig. Die Membranen hatte ich geprüft, mit Gummipflegemittel gereinigt/geschmeidig gemacht und wieder eingebaut. Die musst Du nicht zwingend erneuern. Die wären auch sauteuer. Der Hinweis vom Vorredner ist aber sehr gut. Sieh mal zu, das packst Du schon.

_________________
Gruß
Wasi
============================================================================================
XJR 1200 (4PU), Bj. 1997, Laufleistung: 124.390 km - fährt jetzt ein Forumskollege.
Gesamtfahrleistung mit Motorrädern >400.000 km


Was bisher geschah:
Honda CB 250, Honda CB 750Four, CB 650, Goldwings: 2x GL 1100B, GL1200 Aspencade, BMW R100RS, R80, R1150RT, Susi DR Big 800, Yami XS 400, SR 500, 3x XJ900F, 2x XJ900S, XJR 1200...und jetzt Suzuki V-Strom 650.


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BeitragVerfasst: Fr 30. Aug 2013, 10:05 
Danke für die ersten Antworten!

Den Vergaser hat ein Freund von mir im Ultraschallbad gereinigt, danach gespült und mit Druckluft abgepustet.

Den Benzinhahn werd ich mir am WE mal vornehmen. Werd ihn aufschrauben und WD40 gönnen.

Danke für den Link für die Rep-Sätze. Darin enthalten sind dann auch alle relevanten Dichtungen für den Vergaser, ja?

Und schlußendlich noch: Welche Vorteile bietet denn ein Vergaser der 1300er?


Gruß und Danke!


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BeitragVerfasst: Fr 30. Aug 2013, 15:19 
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Wird die 1200er in der Regel sparsamer mit den 1300er Vergaser.

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Ich repariere dir das....ne, ich kann das....ooooh,war das teuer?

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BeitragVerfasst: Fr 30. Aug 2013, 20:27 
Moin
Biete Dir mal für 20.-Eu+Versand einen gängigen Benzin Hahn an !
Gruß Andy 62


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BeitragVerfasst: Fr 30. Aug 2013, 20:50 
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die schieber der 13er vergaser sind beschichtet. es passt aber nur der rp02 vergaser bei der 4pu, die ab rp06 haben andere masse. ( glaub dass es ab der rp06war..)

von meiner mobilen Glasscheibe versendet..

_________________
Grüßle vom Richy,


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BeitragVerfasst: So 1. Sep 2013, 09:21 
Moin!

Hatte nach dem Kauf meiner 4PU die gleichen Probleme wie du, auch bei mir sahen Tank und Vergaser einfach nur
zum :kotzen: aus.

-Die Vergaser hab ich zerlegt, ins Ultraschall, O-Ringe an Gemischschrauben und Schwimmernadelventilsitzen erneuert.
Schwimmernadeln gab es wegen Inkontinenz von der Tante Louise für 5€ das Stück, die tun es bis heute.
Bei mir war aber das äußerst seltene Problem, das sich Tankbrocken irgendwo in dem Lerlaufkanal des 4. Zylinders festgesetzt
haben (und da auch nicht mehr raus kommen wollten) und ich nach einigen Vergaserzerlegungen und Wutanfällen eine gebrauchte Tauschvergaserbank eingebaut habe.
Die Innereien der alten Vergaser hab ich in die neuen verbaut und seitdem ist Ruhe.

-Meinen Tank habe ich selbst mit einem "Kreem Rot"-Paket innenbeschichtet, sprich reinigen, entrosten und versiegeln.
Ich hab die Erfahrung gemacht, das die neue Beschichtung am Anfang auch den einen oder anderen Brocken von sich läßt.
Musste die Vergaser deshalb nochmal zerlegen, da wieder Inkontinenz auftrat.
Von daher empfehle ich dir für die ersten paar Tankfüllungen einen weiteren Benzinfilter einzubauen, den kannst du dann später
wieder ausbauen. Nimm aber einen großen, nicht so ein kleines Poppelteil.

-Auch den Benzinhahn musste ich überholen, da er nicht ganz dicht war. Ich hab ihn komplett zerlegt, gereinigt, den O-Ring leicht eingefettet und alles wieder zusammengebaut. Seitdem ist er dicht. Was mir aufgefallen ist, ist das sich der Vierkant vom Filter, da wo er auf dem Benzinhahn sitzt, leicht zusammengezogen hat und somit natürlich Dreck durchlassen könnte. Leider gibt es diesen Filter nicht einzeln, zumindest bin ich nicht fündig geworden.

-Wenn die Schiebermembranen noch ok sind, brauchst du die Schieber nicht tauschen. Das läßt sich am leichtesten herausfinden, indem man die Membranen gegen das Licht hält und sie leicht (!) auseinander zieht. Wenn sie Licht durchlassen, sind sie Schrott. Sind sie rissig oder porös, können sie ebenfalls in den Müll. Die Schieber sollten leicht saugend im Gehäuse rauf und runter gehen, die Düsennadeln müssen schnurgerade sein. Wichtig ist auch die Schwimmerstandgrundeinstellung zwischen 21,3 und 23,3mm, gemessen ohne Dichtung. Hat mit der Inkontinenz natürlich nichts zu tun. Die O-Ringe der Gemischschrauben müssen penibel in Ordnung sein, weder rissig noch ausgehärtet, sonst zieht sie da Falschluft und eine Leerlaufeinstellung ist somit unmöglich.
Was mir immer wieder auffällt ist, das einige zwar die Vergaser zerlegen und reinigen, dabei aber gerne die Düsen usw. auslassen.
Dabei ist es z.B. gerade bei den Düsenstöcken enorm wichtig das die kleinen Bohrungen penibelst sauber und frei sind...und da bitte nicht mit Reibahlen rumeiern...hab ich auch schon so oft gesehen.

Solltest du tatsächlich Teile brauchen, kannst du dich ruhig bei mir melden, da ich ja bis auf die Vergasergehäuse alles doppelt habe.
Schade das du so weit weg wohnst, hätte dir gerne persönlich geholfen (...und mir dabei mal deinen A Manta angeschaut...bin früher einige D Rekord Coupe und Commo gefahren).

Gruß Markus


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BeitragVerfasst: Mo 2. Sep 2013, 10:29 
Erstmal Danke für die vielen Tipps!

Welchen Filter für den Benzihahn könnt ihr den empfehlen? Viel Platz ist ja nicht wirklich unter dem Tank zu den Abgängen...



Gruß Georg


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BeitragVerfasst: Mo 2. Sep 2013, 12:20 
So einer hier tut´s:
http://www.louis.de/_30620878fd8f936118da29fc0b9ded6e3d/index.php?topic=artnr&artnr=10050018
Dann vom Benzinhahn ein 7,5mm Kraftstoffschlauch über die ersten 2 Ansaugstutzen, zwischen 2. und 3. runter, Filter unter
die Stutzen. Wieder Schlauch mit großzügigem Bogen hoch zwischen 1. und 2. Stutzen zu dem Verteilerstück.
Der Vorteil ist, das der Filter stehend verbaut ist und so am besten arbeiten kann.
Ich bin so ca. 6-8 Tankfüllungen gefahren, dann war es gut mit Bröckelchen.
Ich hab den vom Kraftstoffilter weggehenden Schlauch zusätzlich nochmal mit nem Stück schwarzen Gartenschlauch ummantelt um
ihn vor der abgehenden Hitze der LiMa zu schützen.


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BeitragVerfasst: Di 3. Sep 2013, 06:12 
Alles klar.

Dann mal schauen wie ich hier voran komme. Genügend Tipps sollten ja, Dank eurer Hilfe mittlerweile vorhanden sein!

Beste Grüße Georg!


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