Hallo Zäme Beim Kaltstart nebelt meine XJR1200 Blauer Rauch.Beim fahren nicht.Immer wenn ich Motor Kaltstarte Rauch blau 2-3 minuten nacher nicht merhr. Was kann das sein? Danke für ihre Hilfe!
Notiz vom Mod: ich habe mir erlaubt, den Titel zu korrigieren...
Ich bin zwar nicht Zäme, tippe bei blauem Rauch aber entweder auf unverbrannten Sprit (Du hast wahrscheinlich den Choke drin oder die Düsen sind versulzt) oder ebensolches Öl.
Wenn es nach einiger Zeit verschwindet, würde ich mir keine großen Gedanken machen - ist ja kein Neufahrzeug...
Mit größter Wahrscheinlichkeit sind es die alten und verhärteten Ventilschaftdichtungen, die im kalten Zustand etwas mehr Öl durchlassen. Die Abgase werden blau, wenn zuviel Öl mitverbrannt wird. Das ist nicht weiter schlimm. Aber sinnig warmfahren solltest du immer, denn besser wirds nimmer. Mit dem Choke hats eher weniger zu tun.
Jap, genau wie Crusty sagt es sind die Schaftdichtungen, kann man eine Zeit ignorieren, aber die Ölkohleablagerungen am Ventil werden mit der Zeit nicht weniger... ist eine perfekte Winterarbeit, kopf runter NW, Tassen, Keile, Federn und dann Venrile raus, alte Dichtungen abpopeln, Ventile reinigen, Ventile neu einschleifen, neue Ventilschaftdichtungen aufstecken und dann alles wieder zusammen bauen... dauert ein wenig verbindet aber ungemein, hab ich bei meinem aktuellen Motor letzten Winter gemacht da ich einen anderen Kopf verbauen musste...
Oder nächstes Frühjahr 3-5 Prozent Dibutylmaleinat (C12-H20-O4) in's Öl und dann aber auch viel - vor allem längere Strecken - fahren und mal schaun, was der Ölverbrauch macht. Hab' ich meinem Schwager im Sommer für seinen völlig vernudelten Daihatsu-3-Zylinder auf's Auge gedrückt, als es da in eBay-Kleinanzeigen endlich mal wieder eine grössere Menge an bezahlbarem Dibutylmaleinat gab.
Wird wohl auch zusehends etwas besser mit seinem überirdischen Ölverbrauch - wahrscheinlich vor allem wg. den wieder (etwas) weicher werdenden Schaftdichtungen ...Ölabstreif-/Kolbenringe sind und bleiben natürlich verschlissen .
...besser wird es nimmer? Die Aussage von Crusty weist auf eine mangelnde Möglichkeit der einfachen Verbesserungsmaßnahme hin. Stimmt aber nicht ganz. Die verhärteten Schaftdichtungen kriegt man durch Beimischung von Dibuthylmaleinat ins Motoröl wieder geschmeidig. Danach dichten die wieder fast wie neu. 100 ml auf 3 l Öl. Bei späteren Ölwechseln 30 ml beimischen. Bei meiner ging der Ölverbrauch von 800-1000 ml auf 250 ml auf 1000 km zurück. Ebenfalls bläut sie bei Kaltstart nicht mehr bzw. so gut wie nicht mehr. Meine 1200er hat 118.000 km drauf und läuft mit Dib. seit ca. 40-50 tkm. Die Geschichte mit dem Dibuthylmaleinat war hier im Forum aber schon mehrere Male angesprochen. Kapitulation ist jedenfalls nicht nötig.
Hilft das Dibibidings auch bei den öhlenden O-Ringen bei den Steigleitungen? Meine 12er beginnt da zu sabbern und ich hab keine Lust den Motor bei einem über 20 Jahre alten Bike zu öffnen. Dachte ich versuche es mal mit Kopf nachziehen und Dbidingens. Österreich derzeit auf da 4000 km 0,75 Liter.
Es sind die beiden Gummi-Hülsen in den Steigleitungen zwischen Zylunder und Kopf gemeint. Der Weichmacher macht Gummi wieder geschmeidig. Aber ob er dem Gummi auch die alte Form und Spannkraft zurückgibt, ist noch abzuwarten. Sollten es die ersten Steigleitungsdichtungsgummis sein, sind die mehr als platt.
Ich würde es probieren. Aber ich vermute, dass der Versuch nicht von Erfolg gekrönt sein wird. Es ist eh nur eine temporäre und aufschiebende Maßnahme. Von Dauer ist so eine "Erfrischungskur" leider nicht.