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 Betreff des Beitrags: Öldruck zu niedrig?
BeitragVerfasst: Mi 23. Mai 2018, 08:57 
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Servus Forum!

Ich hab kürzlich, auch weil das Relais des Ölstandsschalters defekt war, auf die Kontrollleuchte einen Öldruckschalter gelegt.
Ist ja hier sehr schön beschrieben.
Angeschlossen am Hauptölkanal hinter den Krümmern, unten an den Stecker vom Ölstandsschalter, das olle Relais rausgeschmissen und gut.
Wenn Zündung an leuchtets, wenn Motor läuft geht’s aus – jedenfalls wenn er kalt ist, und da gehen die Fragen los.

Wenn gut warm gefahren, 25° Außentemperatur und 80-90° am Öleinfüllschätzeisen und 1000 Umdr. leuchtet die Öldruckkontrollleuchte dauerhaft!

Der Schalter ist mit 0,4 – 0,6 bar angegeben, eingefüllt ist Mannol 20-W50.
Um sicher zu gehen das nicht der Schalter Mist mist hab ich mal ein Manometer mit 0-6 bar Messbereich am rechten Hauptölkanal-Prüfanschluss angeschlossen – Schalter ist ok.
Bei kaltem Motor liegt der max. Öldruck bei gut 5 bar, also steuert das Überdruckventil ordnungsgemäß ab, im Leerlauf sind es noch knapp 2 bar, weiß ich jetzt nicht mehr so genau.

Bei ordentlich warmem Motor (s.o.) kommt der Öldruck bei höheren Drehzahlen max. auf 4,5 bar, im Leerlauf (1000 Umdr.) sind es aber bloß noch ca. 0,4 bar – und das ist ja deutlich weniger als die 0,8 bar die das WHB unter den Bedinungen vorgibt! Die Mär vom nicht messbaren Öldruck bei der XJR lassen wir mal außen vor…

Ich weiß das nicht wenige Motoren für solche geringen Drücke ausgelegt sind, gibt ja auch genug Öldruckschalter mit 0,3 bar Schaltdruck, aber da dürfte der rel. hoch drehende XJR-Motor eher nicht dazu gehören.
Falls die 0,8 bar nicht erreicht werden empfiehlt das WHB den Austausch der Ölpumpe – macht das Sinn???

Bild

Um andere Malaisen auszuschließen hab ich mal die Ölwanne abgenommen, Sieb war frei, ein paar kleine Späne waren drunter - passen auf nen halben Fingernagel, sonst recht sauber. Da hab ich schon gaaaaanz andere Ölwannen gesehen… Das Schmierkreis-Überdruckventil war frei und beweglich, das für den Ölkühlerkreislauf hatte ich nicht raus, könnte da drüber so viel Druck verloren gehen? Der Ölkühler selber hat ja jetzt eh schon nen rel. großen Druckverlust und ich hab eh keine Werte welchen Druck das Ding absteuern soll, bzw was der Ölkühler aushält.
Ölfilter ist rel. neu, es suppt nirgendwo raus und zumindest die kleine Dichtung in der Ölwanne sah gut aus und ist auch neu.

Jetzt ist die Frage, wo geht der Öldruck hin, bzw bringt die Pumpe überhaupt genug oder mach ich mir umsonst Gedanken oder oder oder… :nixweiss:

Bin für alle Anregungen offen!

Grüße, Frank


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 Betreff des Beitrags: Re: Öldruck zu niedrig?
BeitragVerfasst: Mi 23. Mai 2018, 09:04 
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Schau Dir mal den O-Ring von dem Öl Einfülldeckel an.
Ist dieser nicht in Ordnung gibt's auch Probleme mit der Anzeige.
Hatten wir auch schonmal.
:thumbright: :mrgreen:

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Gruß
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 Betreff des Beitrags: Re: Öldruck zu niedrig?
BeitragVerfasst: Mi 23. Mai 2018, 12:02 
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Im WHB wird auch angegeben, wo am Motor der Öldruck gemessen werden soll.
Vielleicht misst du den auch an der falschen Stelle.

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Manchmal muss man etwas langsamer in eine Kurve fahren um schnell zu sein. :evil:


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 Betreff des Beitrags: Re: Öldruck zu niedrig?
BeitragVerfasst: Mi 23. Mai 2018, 13:18 
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Beim letzten Ölwechsel an der 12er hab ich festgestellt, dass das warme (war schon sehr warm ...) Öl irgendwie dünn-flüssiger ist. Kann es sein, dass die Pumpe damit nicht so gut kann?

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 Betreff des Beitrags: Re: Öldruck zu niedrig?
BeitragVerfasst: Mi 23. Mai 2018, 23:03 
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Christian, bei dir ist warmes Öl dünnflüssiger als kaltes? Das ist Hexerei... :wech:

Die Pumpe baut bei dünnerem Öl und vor allem Im Leerlauf viel weniger Druck auf. Ist ja logisch, die Drehzahl fehlt. Und wenn die Pumpe schon ein paar km auf der Uhr hat, dann ist sie auch nicht mehr die leistungsstärkste. Problematisch wirds erst, wenn in höheren Drehzahlen kein Druck mehr aufgebaut werden kann. 0,3 bar im Stand sollten reichen, um das Öl bis an die NW zu bekommen oder? Und sind es denn "wirklich" nur 0,3 bar?

Ohne die ganze Messerei wäre das "Problem" nie aufgefallen und das Mopped würde gesund in der Gegend herumfahren bis ans Ende seiner Tage...

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 Betreff des Beitrags: Re: Öldruck zu niedrig?
BeitragVerfasst: Do 24. Mai 2018, 09:16 
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Crusty hat geschrieben:
Das ist Hexerei...
Gut, oder? LACH!

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 Betreff des Beitrags: Re: Öldruck zu niedrig?
BeitragVerfasst: Do 24. Mai 2018, 09:47 
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Ich hab' mir schon vor ewigen Zeiten abgewöhnt, speziell bei japanischen Youngtimern, Öldruck (zu) genau zu messen; die Digge gehört für mich konstruktionsbedingt in diese Youngtimer-Definition, siehe XS 1100, welche wiederum von der techn. Grundphilosophie eine Art "Modularer-Querbaukasten-Vergrösserung" O:) der Porsche-Engineering-XS 750 darstellt - will sagen: motorkonstruktionstechnisch weisst die Digge, was bestimmte essentielle Basics anlangt, in einer m. E. ziemlich direkten Linie weit, weit in die Vergangenheit zurück.

Wenn ein wirklich grundsätzlich revisionierter CB 750 K2-Engine direkt nach Teile-Überholung von bekannten Granden wie Scheuerlein, sobald wirklich richtig heiss, Öldrücke an der offiziellen Messstelle des Hauptölkanals Richtung Kurbelwelle(n-Gleitlager) eher im Dezi-Bar- als im Bar-Bereich anzeigt, wird's einem selbst so richtig heiss…

zed: mach meiner Meinung nach bloss nicht den Fehler, an deiner ZET dasselbe zu messen, Du stürzt Dich vielleicht anschliessend aussem Fenster - trotz Rollenlagerung! Aber auch rollengelagerte KWs brauchen offiziell einen höheren Öldruck als um die 0,3 Bar - mehrfach bei meinen damaligen ZETs bei richtig heissem Motor - im Hochsommer nach scharfer Fahrt und dann noch im Stand ewig vor sich hinbrummeln lassen, weil zuvor noch laaange CO eingestellt wurde - gemessen.

Für mich habe ich deshalb bei den unkaputtbaren Motorenkonstruktionen aus Japanland inzwischen zuallererst die "direkte", vor allem optische Begutachtung an die Stelle des genauen Öldruckmessens gesetzt: Nockenwellen-(Gleit-)Lager, fast immer am weitesten von der Ölpumpe entfernt, vor allem bei der Diggen diejenigen in Richtung Zylinder 1, evtl. extrem lautes, vielleicht stark (!) klapperndes Motorengesamtgeräusch, wenn so richtig heiss, obwohl Ventilspiel im Normbereich u. Steuerkettenspanner i. O. etc. pp. - das kann dann m. E. tendenziell noch am ehesten auf (beginnende) Öldruckmangel-Erscheinungen hinweisen.

Die Yamsel-Konstrukteure haben sich bestimmt - ausser Kosteneinsparung - was dabei gedacht, als sie der Diggen nur einen Ölstandschalter spendierten; genug (unverdünntes!) Öl - auch nicht Zuviel davon - heisst bei der Diggen in puncto Öldruck zu 99 % Entspannung...

Gibt es überhaupt in erwähnenswerter, bekannter Anzahl Öldruck-Schäden an Yamsel-Motoren ab der XS 750 aufwärts :scratch: !? Bei gewarteten, unverbastelten Motoren im langjährigen Normaleinsatz und mit hohen Laufleistungen wohlgemerkt! Ich wüsste nicht. Noch nicht mal bei Kawa mit ihren damaligen rollengelagerten Motoren (okay, Ölpumpe musste man bei sehr hohen (!) Laufleistungen im Auge haben).

Auch solche Geschichten wie: zuviel Hylomar-Pampe hat bei DIY-Motorrevision das Ölpumpensieb verlegt, oder: upps, uralte Lappen- oder (falsch verbaute) Dichtungsreste o. ä. haben das Ölpumpenschnorchelsieb sauber abgedichtet ...zählen hierbei natürlich nicht.

Auch für mich war es früher schick, grade bei den ZETs oder den CBs (oder FJs), weil's einfach optisch geil aussah, ein, besser zwei RACIMEX-Anzeigen über oder zwischen die serienmässigen Anzeigeinstrumente zu basteln. Wofür - vor allem mit welcher Konsequenz - frag' ich mich heute noch; vielleicht noch am ehesten Sinn macht/machte die Anzeige der Batterieladespannungsanzeige ... oder auch nicht :scratch: :scratch: :scratch: .

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Thomas


Zuletzt geändert von xjr-rp06 am Do 24. Mai 2018, 09:52, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Öldruck zu niedrig?
BeitragVerfasst: Do 24. Mai 2018, 09:50 
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Fazit: wer viel misst, misst Mist :mrgreen: :wech:

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 Betreff des Beitrags: Re: Öldruck zu niedrig?
BeitragVerfasst: Do 24. Mai 2018, 09:56 
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...und holt sich vielleicht unnötigerweise ein Magengeschwür damit.

Dazu kommt ja noch - siehe Dieselgate oder so manche nagelneue BMW-Einspurfahrzeug-Baureihe - was messtechnisch nicht passt, wird passend gemacht =; !

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-- Bild-Gruesse

Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Öldruck zu niedrig?
BeitragVerfasst: Do 24. Mai 2018, 09:58 
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Jo Thomas,
exakt so ist es!
Gruß Ralf

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geht nicht....gibts nicht!


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 Betreff des Beitrags: Re: Öldruck zu niedrig?
BeitragVerfasst: Do 24. Mai 2018, 11:55 
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Moin!

Das die Viskosität des Öls abnimmt je wärmer es wird hab ich auch schon gehört! :whistle: O:)

Im Ernst, es sind leider nur ca. 0,4 bar, gemessen am Hauptölkanal, zu den im WHB angegebenen Bedingungen. Zwar auf der rechten Motorseite, aber der Kanal geht ja quer durch, sollte also wurscht sein.

Die Frage nach der Dringlichkeit des "Problems" stell ich mir auch, drum hab ich ja hier geschrieben... Für Lagerschäden, eingelaufenen NW und dergleichen sind die ollen Yamsels ja jetzt echt nicht wirklich berühmt, und schon gar nicht bei Exemplaren mit keinen 25tkm auf der Uhr.

@ Thomas: Bei der ollen z1000 sagt das WHB, die Öldruckkontrolle darf bis 1300 Umdr. dauerhaft leuchten und muss dann erst aus gehen, der Schaltpunkt liegt bei 0,3 bar. Die ist also offiziell mit ein paar dezibar im Leerlauf zufrieden und kommt anscheinend mit dem geringen Druck zurecht, die rollengelagerte Kurbelwelle wird ja eh mehr oder weniger mit Spritzöl geschmiert und auch bei ihren NW kommt offensichtlich trotzdem was an, wahrscheinlich mach ich mir wirklich zuviel Gedanken… Ich frag mich halt warum Yamaha so nen „hohen“ Prüfdruck von 0,8 bar angibt?

Zum Thema Öldruckschalter vs. Ölstandschalter, ersterer wäre imho eher billiger gewesen. Ölwanne einfacher zu gießen, Dichtfläche samt Bearbeitung gespart, Schalter Massenware… Am Ende wollte man vielleicht wirklich nicht die Pferde scheu machen?

Scheuerlein ist übrigens bei mir in der Ecke, hab ich vorigen Winter erst Kopf der zed planen und Zylinder schleifen lassen…. Seit die Dicke da ist hab ich sie gar nicht mehr bewegt, das arme Ding!

Batterieladespannung war aber auch bloß in den 70ern interessant, bei der zed hab ich ne Zeit lang jedes Jahr ne Batterie gebraucht, bis ich den Steinzeitregler gegen nen neueren, glaub von der MKII oder GpZ getauscht hab, dann war Ruhe. Mit ner Anzeige wär ich eher drauf gekommen!



Ich fahr jetzt erstmal weiter und halt die Füße still, evtl. wechsel ich mal die Ölmarke, nicht das die heiße Suppe einfach zu flüssig wird. Soll ja schon vorgekommen sein das der angegebene Viskositäsbereich nicht gepaßt hat. Mal sehen….

Danke auf jeden Fall für euere Beiträge und Meinungen!

Grüße, Frank


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 Betreff des Beitrags: Re: Öldruck zu niedrig?
BeitragVerfasst: Do 24. Mai 2018, 18:04 
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Gut, die Frage ist natürlich, unter welchen Gegebenheiten das Yamsel-XJR-WHB von den 0,8 Bar ausgeht … 1. wahrscheinlich von den üblichen 20 Grad "Werkstatt-Raumtemperatur" :scratch: , 2. vermutlich Motoröltemperatur zwischen 80 - 90 Grad C.; bis du das bei 'nem luftgekühlten Motor hast - weisst ja selbst, da glüht dann, wenn mit Remote-Messsystem gemessen, die Zylinderbank/-kopf bei 120 bis 130 Graden.

Kannst ja mal mit Motul aka Yamalube-Viskositäten spielen. Würd' mich auch interessieren, was das für Meßdrücke gibt, bzw. ob das dann überhaupt Veränderungen bewirkt …

Motul empfiehlt ja beim teilsynthet. 5100er die 10W-40er Viskosität für die Diggen, gibt hiervon aber auch 15W-50 … sone "dickere" Viskosität hatt' ich mal beim Vollsynth.-300V, weil die richtige Viskosität damals grade nicht auf Lager war; ich sach mal: hab damals nix ge-/bemerkt von der tendenziell eher dickeren Suppe, auch nicht beim Kaltstart oder so :scratch: .

EDIT: hab jetzt doch noch mal geschaut, bevor ich hier aussem Kopf Quark verbreite ... Ur-WHB für RP02 sagt zu den Öldruckmess-Vorgaben " ... bei Motordrehzahl: Ca. 1000 U/min, bei Öltemperatur: 70° - 80° C. ... "; im Vorspann dieses WHB steht dann aber auch noch hierzu " ... Öldruck-Kontrollstelle: Zylinderkopf, Hohlschraube ... " :-k :-k !?

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Thomas


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