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Nehmer rausgedrückt und Gewinde geschrottet

Mi 13. Apr 2016, 17:36

Hey Freunde :-(
Wollte heut Ölwechsel machen.
Dabei ist mir zu spät eingefallen, das ich ja den Kupplungshebel sichern muss.
Schrauben waren noch halb drin, also fix den Hebel gesichert!!
Dabei ist anscheinend dann doch der Nehmer ausgerückt.
Beim Zusammenbau war Montage des Nehmers schwierig, so schwierig das ich bei der kurzen
Schraube, das Gewinde ruinierte!!! ](*,)
Kann ich an den Nehmer nen Schlauch anschließen und mit ner Spritze (Geberdeckel natürlich offen) etwas Flüssigkeit absaugen und gleichzeitig den Nehmer wieder eindrücken?
Dann System wieder befüllen!
Bei der Schraube hilft wohl nur Ritzelabdeckung ab, neues Gewinde geschnitten und Co?
Oder brauche ich diese Schraubverbindung garnicht, vielleicht reichen ja zwei? ::roll:
Bei meinem Glück muss ich wohl aber das volle Programm fahren.
Für jeden Typ dankbar, Rick

Re: Nehmer rausgedrückt und Gewinde geschrottet

Mi 13. Apr 2016, 17:47

Meine erste Frage: Wozu sollte man den Kupplungshebel sichern beim Ölwechsel? :-k
Wenn du den Kupplungsnehmer abschraubst rückt der von ganz allein aus.
Weil federbelastet! :whistle:
Aber das ist zeimlich egal weil ihn die Dichtung drin hält.
Normalerweise brauchst den nach dem Ölwechsel nur gegen die Kolbenstange
wieder reindrücken und anschrauben. geht ganz einfach.
Wenn du jetzt das Gewinde geschrottet hast
wirst du wohl oder übel nicht um eine Überholung (Hülse reinziehen und neues Gewindeschneiden) herum kommen.
Oder du checkst mal ab ob du von hinten mit einer Mutter sichern kannst ohne am
Motorgehäuse anzuschlagen. dann musst halt sachte mit dieser Schraube&Mutter den kupplungsnehmer
an der Ritzelabdeckung anfädeln und danach die Ritzelabdeckung an den Motor schrauben.
Viel Glück.

Re: Nehmer rausgedrückt und Gewinde geschrottet

Mi 13. Apr 2016, 18:09

Hallo Rick,
also du kannst für kurze Zeit auf die Schraube verzichten! Nach dem Zusammenbau wirst du aber feststellen das sich das Gehäuse leicht vom Deckel abhebt.
Eine Mutter wird dir nicht weiterhelfen.... ohne Buchse geht da nicht viel!
Tipp: Besorge dir einen Austauschdeckel hier im Forum ... ohne Geschick und Werkzeug ..... wenig Erfolg!!
Den Kolben zurück drücken und Sichern, wie schon beschrieben.... Federunterstützt!

Gruß aus dem Pott
MaW


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Re: Nehmer rausgedrückt und Gewinde geschrottet

Mi 13. Apr 2016, 19:07

rick hat geschrieben:... Oder brauche ich diese Schraubverbindung garnicht, vielleicht reichen ja zwei? ...

Na Rick, dass is ja mal dumm gelaufen! 3. Verbindungen sollten schon sein. Ich jedenfalls würde da nicht
darauf verzichten wollen. :whistle: Soweit ich das im Blick habe handelt es sich um M 6 er Gewinde. :-k Ist
zwar unüblich, doch würde ich auf M 7 nach schneiden, so möglich. Ggf. geht sogar M 8, musst halt mal
gescheit vermessen u. dann vorsichtig sowie präzise nach schneiden. Schräubchen besorgen u. gut is. Da ich
nichts über Deine Schrauberkenntnisse weiß sein noch angemerkt, dass sich da besser jemand mit befassen
sollte, der weiß was er tut ... denn: je mehr Gewinde verkorkst sind um so schwieriger wird eine Instand-
setzung. ;-)

Gutes Gelingen ... Andy

Re: Nehmer rausgedrückt und Gewinde geschrottet

Mi 13. Apr 2016, 20:10

Hmmm, ich glaube MAW hat recht, ne neue Ritzelabdeckung muss her.
Danke für eure schnellen Antworten, geht halt nichts über das Forum
Grüße

Re: Nehmer rausgedrückt und Gewinde geschrottet

Do 14. Apr 2016, 09:12

Helicoil geht auch, kostet nicht die Welt und funktioniert bestens!

Re: Nehmer rausgedrückt und Gewinde geschrottet

Do 14. Apr 2016, 09:46

z.B.: http://www.amazon.de/KS-Tools-04010-Gew ... _1?ie=UTF8

Re: Nehmer rausgedrückt und Gewinde geschrottet

Do 14. Apr 2016, 10:16

obwohl ich auch der helicoil-/gewindereparatur-coil-fraktion angehöre - bei den japanern, vor allem bei älteren - ist das unumgänglich, steh ich mittlerweile bei derartigen aufgaben auch noch auf gewindereparatur-einsätze (rep.-buchsen):

==> http://www.ebay.de/itm/380185053783/

meines erachtens in deinem fall das kostengünstigste, weil du kein einbauwerkzeug brauchst - ausser natürlich eine längere schraube u. zwei gekonterte muttern.

==> http://www.baercoil.com/de/gebrauchsanweisung_baerfix.html

bei eher bröseligem alu wie u. a. auch tendenziell bei der diggen u. wenn das kurze gewinde eh schon weitgehend hinüber ist, mach ich meistens noch nicht mal das altgewinde mit nem kernlochbohrer "sauber"/etwas grösser, sondern schneide/schraube die bärcoil-buchse direkt in das alte (gewinde-)loch rein ...natürlich mit gefühl, bisschen flutschi-flutschi (motoröl bspw.), möglichst senkrecht (gar nicht so einfach - evtl. nen kleinen winkel o. ä. zu anfangs als "ausricht-hilfe" nehmen) und vor allem mit staubsauger-unterstützung, damit die von der buchse rausgeschnittenen späne u. dergleichen gleich aufgenommen werden; speziell bei sacklöchern ist das sonst schnell ein problem, wenn das rausgeschnittene material der bärcoil-buchse am ende im weg ist...

Re: Nehmer rausgedrückt und Gewinde geschrottet

Do 14. Apr 2016, 10:36

Ich muss mich ja jetzt mal als Doofi outen. Warum muss man beim Ölwechsel den Kupplungshebel sichern?

Re: Nehmer rausgedrückt und Gewinde geschrottet

Do 14. Apr 2016, 11:47

den kupplungshebel muss man nicht sichern - höchstens später zum evtl. vollständigen entlüften über nacht nach wiedereinbau des nehmerzylinders/-kolben.

was höchstens passieren kann - und was man dann sichern muss - ist, dass der nehmerkolben, vor allem, wenn er noch sehr leichtgängig/schmodderfrei drumherum ist, gaaaanz langsam herauskommt über minuten (ist ja federbelastet) ...passiert bei mir, seit ich meinen nehmerzylinder gegen den (leichtgängigeren) beschichteten kolben aus alu (von einem forumsmitglied produziert) getauscht und einen rep.-dichtungssatz verbaut habe; seither ist das ding wirklich (auch im fahrbetrieb) sehr, sehr gut dosierbar, auch wohl leichtgängiger ...ja und seither kommt der kolben langsam heraus, wenn man den kompletten nehmerzylinder bspw. an die seite hängt für'n ölwechsel.

eigentlich reicht dann eine minimale gegenkraft, um den kolben zu fixieren - z. b. ein über kreuz geklebtes isolierband, da dabei jedoch mein schwarzer orig. lack gefährdet ist beim abziehen dieses bandes, mach ich ein "sandwich": moosgummi vor und hinter das nehmergehäuse und bspw. mit kleiner schraubzwinge/kabelbinder o. ä. ganz leicht fixieren/spannen.

Re: Nehmer rausgedrückt und Gewinde geschrottet

Do 14. Apr 2016, 11:51

Ach so. Wir reden nicht über den Wechsel des Motoröls. Ich hab nur gelesen Ölwechsel und hab mich verzweifelt gefragt, was das mit der Kupplung zu tun hat.

](*,)

Re: Nehmer rausgedrückt und Gewinde geschrottet

Do 14. Apr 2016, 12:22

Doch wir reden über den Wechsel des Motoröls.
Um dabei den Ölfilter zu wechseln macht es Sinn den Kupplungsnehmerzylinder
beiseite zu hängen.
@xjr-rp06:
Mein Originaler rückt nach dem Überholen mit RepSatz innerhalb von ca. 10sek
komplett aus.
Ist aber wie gesagt nicht weiter tragisch,
weil er mit geringer Handkraft wieder reingedrückt werden und dann montiert werden kann.
Es reicht ja zum montieren die 3 Schrauben anzufädeln und dann über Kreuz
langsam anzuziehen.

Re: Nehmer rausgedrückt und Gewinde geschrottet

Do 14. Apr 2016, 12:35

das mit der montage ist klar, aber wenn du - z. b. für'n ölwechsel - den kompletten nehmerzylinder nebst leitung an die seite hängst (oder einfach an der hydraulikleitung hängen lässt) ...dann würde bei mir nach einigen minuten in diesem ausgebauten, entlasteten zustand höchstwahrscheinlich die sosse (hydrauliköl) auslaufen, wenn ich den kolben nicht ganz leicht am weiterherauskommen hindern würde. :-k

Re: Nehmer rausgedrückt und Gewinde geschrottet

Do 14. Apr 2016, 12:41

xjr-rp06 hat geschrieben:...dann würde bei mir nach einigen minuten in diesem ausgebauten, entlasteten zustand höchstwahrscheinlich die sosse (hydrauliköl) auslaufen, wenn ich den kolben nicht ganz leicht am weiterherauskommen hindern würde. :-k


Ich hab vor 2 Monaten erst den RepSatz am Nehmerzylinder montiert
und damit hält er die "Soße" drin. Hatte ihn aber auch nur 20min hängen.
Aber ich verstehe wenn man aus Vorsicht den Kolben in einer verträglichen Stellung fixiert.
Ich hab entriegelbare Kabelbinder in der Werkstatt, die würden sich dafür bestimmt gut machen.

Re: Nehmer rausgedrückt und Gewinde geschrottet

Do 14. Apr 2016, 13:22

xjr-rp06 hat geschrieben:obwohl ich auch der helicoil-/gewindereparatur-coil-fraktion angehöre - bei den japanern, vor allem bei älteren - ist das unumgänglich, steh ich mittlerweile bei derartigen aufgaben auch noch auf gewindereparatur-einsätze (rep.-buchsen):

==> http://www.ebay.de/itm/380185053783/

meines erachtens in deinem fall das kostengünstigste, weil du kein einbauwerkzeug brauchst - ausser natürlich eine längere schraube u. zwei gekonterte muttern.

==> http://www.baercoil.com/de/gebrauchsanweisung_baerfix.html

bei eher bröseligem alu wie u. a. auch tendenziell bei der diggen u. wenn das kurze gewinde eh schon weitgehend hinüber ist, mach ich meistens noch nicht mal das altgewinde mit nem kernlochbohrer "sauber"/etwas grösser, sondern schneide/schraube die bärcoil-buchse direkt in das alte (gewinde-)loch rein ...natürlich mit gefühl, bisschen flutschi-flutschi (motoröl bspw.), möglichst senkrecht (gar nicht so einfach - evtl. nen kleinen winkel o. ä. zu anfangs als "ausricht-hilfe" nehmen) und vor allem mit staubsauger-unterstützung, damit die von der buchse rausgeschnittenen späne u. dergleichen gleich aufgenommen werden; speziell bei sacklöchern ist das sonst schnell ein problem, wenn das rausgeschnittene material der bärcoil-buchse am ende im weg ist...



Wow, das kannte ich bisher nicht, hab mir eben einen Satz bestellt, bin sehr gespannt wie es sich verhält. Falls das Produkt hält was es verspricht bin ich mit Helicoil fertig! Danke für den Tip
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