An meiner 4PU war kürzlich auch eine Reparatur am KNZ nötig. Ich habe einen neuen angefertigten Kolben vom FJler angeschafft. Mir war dabei aufgefallen, dass der neue Kolben Bearbeitungsspuren hat, die axial verlaufen. Auf den Fotos glaubte ich gesehen zu haben, dass die Bearbeitungsspuren radial sind. Gut erkennbar war das aber nicht wirklich. Meine Befürchtung ist, dass die axiale Bearbeitung zur potenzielle Undichtigkeit führen könnte.
Habt Ihr, die auch diesen KNZK vom FJler verbaut haben, Erfahrungen mit der Dichtigkeit oder eben Undichtigkeit? Hat jemand ein Problem damit bekommen? Es geht mir nicht um Diskreditierung eines Forumskollegen, sondern um einen Erfahrungsaustausch.
Re: Langzeiterfahrung mit FJlr's Kolben für den KNZ
Mi 30. Sep 2020, 10:46
Hi,
meiner ist erst seit Saisonstart montiert, also noch nicht lang. Bisher aber alles super. Würde aber ohnehin denken, dass vor allem die Lauffläche des Zylinders glatt und ohne Riefen sein sollte, denn gegen die dichtet ja das Gummi ab. Von daher sähe ich da erstmal kein Problem.
Re: Langzeiterfahrung mit FJlr's Kolben für den KNZ
Mi 30. Sep 2020, 11:09
Ich kann auch nur Gutes berichten, bei beiden Maschinen ist alles dicht. Die 1200er hab ich bereits vor über vier Jahren auf den KNZK vom FJler umgebaut, die RP06 Anfang letztes Jahr. Bedenkenlos zu empfehlen!
Re: Langzeiterfahrung mit FJlr's Kolben für den KNZ
Mi 30. Sep 2020, 12:02
Ich hab meine vor ca. 2 Jahren umgerüstet auf den vom FJler. Vom Ansehen waren da noch Bearbeitungsspuren zu sehen, aber nicht zu fühlen, gleich nen neuen Dichtungssatz mit verbaut und seit dem nie wieder Probleme gehabt. Ich kann den also bedenkenlos empfehlen.
Re: Langzeiterfahrung mit FJlr's Kolben für den KNZ
Mi 30. Sep 2020, 12:12
Ich hab den originalen leicht rostigen vor 4 Jahren ohne Ausbau um 180 Grad verdreht, soweit wie geht mit einem Fetzen geputzt, den Staubring wieder draufgetan und 4 Jahre keine Probleme. Im Sommer hab ich ihn wieder zurückgedreht... Flüssigkeit noch nie getauscht, nur 2 mal aufgefüllt.
Re: Langzeiterfahrung mit FJlr's Kolben für den KNZ
Mi 30. Sep 2020, 12:50
Die vom FJl kannst du bedenkenlos einbauen. Sie sind aus einem anderen Material und nicht so anfällig wie die Originalen. Die Originalen waren total angegammelt gewesen. Was die neuen, auch schon wieder 5 Jahre drin, nicht haben.
Re: Langzeiterfahrung mit FJlr's Kolben für den KNZ
Mi 30. Sep 2020, 15:41
Mein orig. Kolben sah ebenfall furchtbar aus. Viel schlimmer als beim letzten Mal. Und dieses vergangene Mal hatte die letzte Überholung nur rund 30tkm gehalten. Nicht doll. Der Zylinder musste auch tüchtig poliert werden. Und den neuen Kolben hab ich ja bereits eingebaut. Erstmal isser auch dicht. Die bisherigen Antworten klingen jedenfalls sehr positiv.
Re: Langzeiterfahrung mit FJlr's Kolben für den KNZ
Do 1. Okt 2020, 05:41
Dem schliesse ich mich an, der Kolben passt und ist dicht. Nur mit dem „günstigen“ Dichtsatz hatte ich Probleme. Dicht wurde es mit dem Original Satz von Yamaha. Alle 2 Jahre wechsle ich die Flüssigkeit.
Re: Langzeiterfahrung mit FJlr's Kolben für den KNZ
Do 1. Okt 2020, 08:06
Bei meiner habe ich den KNZK vom FJler seit Frühjahr 2019 verbaut und kann bisher nur Gutes berichten. Die Kupplung flutscht und es gibt keine Undichtigkeiten.
Re: Langzeiterfahrung mit FJlr's Kolben für den KNZ
Do 1. Okt 2020, 08:59
@Fastgerdi Okay, mein Originaler hatte auch 8 Jahre oder gut 40tkm gehalten. Irgendwann war Schluss. Und bei einem geschlossenen hydraulischen System mehrmals Flüssigkeit zu ergänzen, würde mich beunruhigen. Nichts für ungut, aber wo ist denn die Flüssigkeit hin? Sie ist nicht leicht flüchtig und der Reiblamellenverschleiß erklärt das m.M. nach nicht wirklich. Flüssigkeit bei der Kupplung nachkippen wäre für mich ein echtes Alarmzeichen.
Re: Langzeiterfahrung mit FJlr's Kolben für den KNZ
Fr 2. Okt 2020, 08:10
Generell kann man sagen, dass der KNZ vom Hans deshalb besticht, weil er keine Korrosion oder Oxydation ansetzt. Auch die typischen Riefen im KN Gehäuse bilden sich nicht. Zumindest ist das meine Erfahrung. Deshalb würde ich ihn jederzeit wieder verbauen. Übrigens ist die Ölablassschraube ebenfalls sehr zu empfehlen.